Ein Eichhorn eine Eichel fand,
vor Freude in die Luft aufsprang,
als Vorrat in den Boden steckte,
umsichtig mit Erde deckte.
Mit den warmen Sonnenstrahlen,
macht der Trieb sich auf den Weg,
windet aufwärts sich mit Qualen,
bis er dann den Himmel sieht.
Sich entfalten zarte Blätter,
fangen ein der Sonne Licht,
wandeln Wasser, Salz und Gase,
in süße Energie - ich fass es nicht.
Frisch gestärkt wächst er hinauf,
bildet schützend eine Rinde,
doch im Überlebenskampf Wettlauf,
überholt ihn eine Linde.
Kommt ein Rehlein zu der Linde,
frisst den Trieb gar hungrig auf,
klatscht der Sieger in die Hände,
tja so ist der Lebenslauf.
Mutig geht es weiter hoch,
Äste formen einen Baum,
klein und zart ist er zwar noch,
doch er hat schon einen Traum.
Groß und stark will ich mal werden,
stärker als die Nachbarn hier,
gegen Konkurrenz werd’ ich mich wehren,
werd’ verteid’gen mein Revier.
Viele Jahre geh’n ins Land,
unser Baum wächst unentwegt,
ausgewachsen irgendwann,
die Eiche fest im Walde steht.
Trotz dem Wetter, seinen Feinden,
bildet Blüten irgendwann,
ist getrieben von der Hoffnung,
eine Frau er finden kann.
Kommt geflogen eine Biene,
hat den Gruß der Frau dabei,
ach wie groß ist seine Freude,
reift die Früchte er sogleich.
Viele Kinder sind sein Segen,
jedes ist ein Spiegelbild,
wird sich sorgen, wird sie hegen,
so sich die Familie fühlt.
Irgendwann wird er dann alt,
die Nachbarn auch, so ist es halt,
doch die Kinder neben ihm,
lieben, helfen, stützen ihn.
Zufrieden schaut der alte Baum,
auf sein Lebenswerk zurück,
verwirklicht hat er seinen Traum,
die Familie bracht ihm Glück.
Dankbar seiner bess’ren Hälfte,
unser Baum genießt das Licht,
langsam schwinden seine Kräfte,
bis er im Sturm zusammenbricht.
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